Tierische Begegnungen
Der Frühling schickt seine Vorboten in die große Stadt. Was liegt da näher, als beim täglichen Verkehrschaos einfach mal das Autofenster runter zu lassen, Mucke aufzudrehen und zu genießen. Die paar roten Ampeln stören dabei gar nicht – im Gegenteil. Radio Paradiso liegt heute voll auf meiner Lieblingsoldiewelle. Jaja, ihr gebildete, studierte, intellektuelle, hippe Radio Eins, Flux FM und Klassik Radio Hörer, ich gebe es zu. Bei mir läuft auch ganz banal einfach mal keine stimulierende Unterhaltung sondern dumpfe Kassenschlager aus den letzten 40 Jahren. Ich stehe dazu! Nach ein paar Ohrwürmern laufe ich zu Bestform auf und bemerke mal wieder, wieviel wertvoller Platz in meinem Gehirn von unsinnigen Liedtexten belegt wird. Unglaublich, was man so auf Anhieb abrufen kann. Wie glücklich wäre mein Physiklehrer aus dem Gymnasium, wenn mir gleiches auch heute noch mit Ohm, Watt und dergleichen gelingen würde. Aber er hat das schon damals nicht erwartet und mir zur Wahl meiner Leistungskurse Deutsch und Englisch und der Abwahl des Fachs Physik aufs herzlichste gratuliert. Aber ich schweife ab. Ich stimme gerade Kate Bush’s „Wuthering Heights“ an: „Heaheathcliiiiiiff, it’s meee, Cahathy come home, I’m so cohohohold, let me in in-a-your-windowhoho“ Rechts neben mir dreht mein Ampelpartner etwas genervt die […]
05 Mrz 2014 in Ikonen, Sonstiges, by
Tattoo Girl – Groovy bereitet sich seelisch vor
Prägende Ereignisse des Lebens schreien nach einschneidenden Maßnahmen – zumindest ist und war das bei Groovy schon immer so. Entsprechend war nach den letzten Monaten der Gang zum Tätowierer ein absolutes Muss. Natürlich ist Groovy nicht die einzige, die sich Verarbeitung schmerzvoll in die Haut schnitzen lässt und so haben sich auch Musiker schon seit langem mit dem Thema auseinander gesetzt. Hier einige Beispiele und keine Angst – die russische Band Tattoo wird hier nicht auftauchen. Das verweigere ich aus Prinzip. Lassen wir doch einfach einen Klassiker starten. The Who mit – naaaaaa? – richtig „Tattoo“. Wie wird man erwachsen? Genau, man borgt sich Money from Mama und ab in den Tattoo Shop, „Mother“ tätowiert und schon ist es soweit und Mama ist auch glücklich. Tätowierte Frauen hinterlassen definitiv einen Eindruck. Auch bei Groucho Marx. Lydia beschäftigt in offensichtlich sehr. Nicht meine Musikrichtung aber sehr schön nostalgisch. Das ganz klassische Tattoo findet sich natürlich auch in Liedern wieder – der Name der/des Geliebte/n, der ewig bei einem bleibt …. also zumindest das Tattoo. Lloyd Cole & the Commotions haben das schön in „Jennifer she said“ besungen. Das Augenzwinkern darf bei Groovy nie fehlen. Und keine Angst – Groovy verpasst sich […]
08 Feb 2014 in Sonstiges, by
Wintertime and the living is not so easy
Es ist Winter in Berlin. Ganz eindeutig. Rote Nasen, kalte Füße, eingefrorene Wangen und es ist so schön, wenn sich dann mal die Sonne blicken lässt, auch wenn sie nicht zur Erwärmung beiträgt. Wenn man ein Liedchen pfeifft, sieht man aus wie ein Räuchermännchen und wenn man es singt, dann wie ein Industrieschornstein. Schön ist es. Wir leben halt nicht in der Karibik, wo man Anspruch auf ganzjährigen Sommer hat. Groovy war heute auch tapfer draußen spazieren, denn das härtet ja bekanntlich ab. Allerdings war der Schnee doch ziemlich tief. Jetzt bei einem wärmenden Getränk, eingewickelt in eine Decke auf der Couch, kann man doch einfach mal schauen, was es musikalisch so an Auseinandersetzungen mit dem Winter gibt. Und siehe da – das ist gar nicht so wenig. Das Lied, das mir sofort durch den Kopf schießt ist etwas für 80er Jahre Fans unter euch. Die Bangles mit „Hazy Shade of Winter“. Gut, the leafs sind momentan nicht mehr ganz so brown und derzeit ist es nicht nur ein Schatten von Winter sondern ein ganz fetter, aber wer wird schon so kleinlich sein. Und für die etwas erfahreneren unter euch – das ist natürlich auch etwas für die 60er Jahre […]
30 Jan 2014 in Sonstiges, by
The sound of Herbst
Wie klingt eigentlich der Herbst? Zugegeben, diese Jahreszeit ist nicht unbedingt groovy. Es rauscht der Regen herunter und der Nebel dämpft die Geräuschkulissen der Großstadt beträchtlich. Sang- und klanglos hat sich der Sommer verabschiedet, dabei hatte ich doch gehofft, dass er sich noch einmal, wenigstens zu einer Stippvisite, blicken lässt. Aber nein, es ist kalt, dunkel und nass. Was soll das ganze Nörgeln? Es bringt ja doch nichts. Man möchte keinen Hund vor die Tür jagen, aber unsere treuen Vierbeiner finden es wesentlich besser, wenn wir es doch tun. Also ab in den Park und Geräuschkulisse studiert. Nach einer halben Stunde habe ich mich darauf eingelassen und muss zugeben, dass mich das Rauschen der Blätter in eine versöhnliche Stimmung bringt. Und wenn ich guter Laune bin, darf ein Liedchen nicht fehlen. Was passt zu diesem nicht ganz so wunderbaren Samstag im Oktober besser als ein Nat King Cole Klassiker, den ich irgendwann anfange zu pfeifen – „But I miss you most of all, my darling, when autumn leaves start to fall“? Ich erspare euch das Pfeifen, aber das Lied solltet ihr euch unbedingt anhören. Schöööön ist das, wenn vielleicht auch ein klitzekleines bisschen sentimental. Und so passt es auch, dass […]
12 Okt 2013 in Sonstiges, by
Lass die Sonne in dein Herz…
Lass die Sonne in dein Herz…schick die Sehnsucht himmelwärts… gib dem Traum ein bisschen Freiheit… lass die Sonne in dein Herz. Naaaaaa – doch beim Mitschnipsen erwischt? Müsst euch nicht schämen. Am heutigen Tag der Deutschen Einheit (oder wenn ich einen Bekannten zitieren darf – Liebe DDR Nostalgiker: Heute wäre Arbeitstag!)  lassen wir einfach mal die Sonne rein. Sie gibt sich ja auch reichlich Mühe, diesen Frühherbsttag ordentlich aufzupeppen. Bilder gibt es so zeitig am Tag noch nicht, was ihr mir hoffentlich verzeihen werdet. Ich weiß, ich weiß, beim morgendlichen Spaziergang darf die Kamera nie fehlen, aber heute war ich leider noch zu verpennt. Glücklicherweise bin ich eher selten alternativlos. Im Sommer habe ich mit Vine (nicht nur der alkoholischen Variante) herumgespielt und mich da auch schon dem Thema Sonne gewidmet. Aber mal zurück zum Thema. Ist euch mal aufgefallen, wie viele Lieder es mit Sun, Sonne oder zumindest Sunny gibt. Mal wird der sunny one  besungen (ihr wisst schon „Sunny, yesterday my life was filled with rain… lala lalalalala lala lala… Sunny one so true…“) oder jemand wirft Fire at the sun oder die Sonne ist ein schwarzes Loch oder oder oder… Ich habs gerade einfach mal in Spotify eingegeben. Unglaublich! […]
03 Okt 2013 in Flashback, Sonstiges, by
Currywurst groovt
Was wäre Berlin ohne die Currywurst! Nicht viel. Unser persönlicher Favorit ist ja definitiv Curry 36. Aber da gibt es ja auch noch Krasselts,Kudamm 195 und x andere Läden, an denen man auch gut schweinisch speisen kann. Aber bei der riesigen Auswahl kann man auch leicht mal den Überblick verlieren und jeder erzählt einem eine andere Story von der wahren Currywurst. Was tut man also, um Klarheit in die Wurstbrühe zu bringen? Man geht ins Currywurstmuseum! Ok ok, ich geb’s ja zu – es ist ein Touriladen und kein wirkliches Museum. Der Eintritt ist überteuert, das Museum besteht nur aus einem Raum und die Wurst zum Kosten muss man zusätzlich bezahlen. ABER wenn 4 Mädels nach einem ziemlich alkohollastigen Abend gleichzeitig einfallen, sich Kämpfe mit Riesenpommes liefern, selbst Wurstverkäuferinnen spielen und Lieder zur Currywurst singen dürfen, dann bekommt das ganze doch eine ganz andere Dimension. Einen einmaligen Besuch können wir wärmstens empfehlen und Groovy war vor allem von der Wurst ohne Darm mit scharfer Soße begeistert. Der Kräuterbratwurst mit Barbequesoße wurde hingegen der Daumen nach unten verliehen. Und was hat das ganze nun mit Musik zu tun? Der Pommes-Kampf hatte schon den gewissen Groove, aber auch zu bemerken ist, dass […]
11 Aug 2013 in Humor, Sonstiges, by